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Robocup WM in China – round robin II

17. Juli 2008 von Kathi

 

Gut ausgeschlafen stellten wir uns heute unseren Spielen.

Wir mussten gegen China und Portugal spielen. Das erste Match fing gut an. Wir führten 3:1, schossen dann viele Eigentore und hatten einen Halbzeitstand von 5:5. Nach dem Seitenwechsel nahmen unsere Sensoren ein unbekanntes Infrarotsignal auf. Dadurch verlor unser Torwart den Ball aus dem Blick und fuhr nicht mehr zur Verteidigung heraus.
Der Endstand war 7:11. Gegen die Portugiesen wollten wir es besser machen.

Wir versuchten die Quelle des Signals mit einer Deutschlandfahne abzudecken. Das lief schon besser, war aber äußerst spannend. Die Schiedsrichterin hatte kein großes Durchsetzungsvermögen und machte dadurch das Spiel hektisch. Es kam sogar zu einem nicht vorgesehenen Timeout und zu einer unüblichen Nachspielzeit von einer Minute. Zudem gab es noch einige Regeländerungen gegenüber dem gestrigen Tag. Wir verloren knapp mit 7:9.

Im letzten Spiel mussten wir noch einmal gegen die Chinesen ran. Das Reglement dieser Spiele sieht vor, dass jedes Superteam (siehe round robin I) einmal den Gegner für Runde zwei und drei aussuchen kann. Null Punkte nach zwei Spielen und eine durchgedrehte Sensorik, das war bis hier nicht sehr erfolgreich.
Wir hatten die Chance auf eine Revange, und die wollten wir nutzen. Ein verdammt enges Spiel stand uns bevor.
Wir hatten die Sensorwerte neu eingestellt, dem Sensor eine Pappmütze verpasst und die Motorleistung erhöht. Ergebnis: ein 7:6 Sieg!

Unser Punktekonto steigt somit in Richtung Achtelfinale.

Morgen sollen die baugleichen chinesischen Roboter noch einmal einer Kontrolle unterzogen werden. Für diese Bots gibt es die Soccerprogramme sogar zu kaufen. Gesehen haben wir auch, dass Eltern für ihre Kinder die Programme geschrieben haben, vor unseren Augen.

Was wäre noch zu erzählen?

Natürlich vom Busfahrer unseres Shuttles, der 50 Meter vor der Halle anhalten musste und die Türen öffnete. Es stiegen mehrere Leute aus. Wild gestikulierend kam Fahrer zurück und scheucht die Abtrünnigen wieder in den Bus, um dann 300 Meter weiter zu fahren und uns dort aussteigen zu lassen.

Oder von unserem Sieges-Hot-Dog. Das war ein warmes Würstchen auf einem Holzspieß. Der Geschmack war bei allen verschieden und nicht Fleisch. Tapfer und hungrig aßen alle auf.
Leider haben wir von der Altstadt noch nichts gesehen, da wir immer von 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr am Veranstaltungsort sind.

Morgen werden wir wieder ausschlafen.


Robocup WM in China – setup

15. Juli 2008 von Kathi

 

Die Nacht war ruhig und angenehm kühl, Dank unserer Klimaanlage. Für Tim, Nicolas und Felix war es hart, zu schlafen. Die Betten haben auf den Lattenrost nur eine ca. 3 cm dicke Schaumstoffunterlage. So etwas ist gewöhnungsbedürftig für Wohlstandseuropäer.

Zum Frühstück gab es viel Chinesisches, aber auch Brötchen, Marmelade und Toastbrot. So gestärkt fuhren wir zum EXPO-Center, dem Austragungsort.

Wer glaubt, Deutschland hat eine sehr bürokratische Grundordnung, muss hier gestehen: Da geht noch was. Der Check-in ging los mit einer Detektorkontrolle. „In vier Steps zum Teilnehmerpass“, hieß es dann. Schritte eins bis drei bestanden darin, ein Dokument am nächsten Schalter durch ein anderes zu ersetzen.
Noch schnell ein Foto machen, und fertig. Das war natürlich nicht so. Der Ausweis, auf der Rückseite mit Informationen der Security, ist dann am Nachmittag fertig. Nur, ohne Ausweis kann man den Spielort nicht betreten. Also wurden wir wieder von Sicherheitskräften bis zur Autorisierung durch autorisierte Organisatoren,ist doch klar, aufgehalten.

Unser Arbeitsplatz ist sehr klein. Das sind wir aber von der Raumgröße unserer Unterkunft schon gewöhnt.

Dann Panik!
Unsere Dateien mit den Programmen waren leer! 8 Wochen Arbeit wären umsonst!

Panik! 8000 Kilometer weit weg von funktionierenden Dateien.
Was also tun?
Funktionierende Files liegen, das wussten wir, auf unserem Schulserver.
Also: Frau Ullrich anrufen, Herrn Kuchenbäcker informieren, dass der Sohn von Herrn Beyer in die Schule kommen wird, um Daten nach China zu senden. Kann das klappen? Jepp! Nach 2 Stunden hatten wir dann alles.

Großer Dank an alle Beteiligten in Deutschland.

Wer aber glaubt, das war genug der Aufregung, muss enttäuscht werden. Das Programm stellte sich als nicht perfekt heraus. Den kleinen Fehler wollten wir schnell beheben. Somit wurden von 14.00 Uhr bis um 1.00 Uhr Fehler gesucht und neu programmiert.
Der Verzweifelung nahe machten wir natürlich für eine Korrektur 3 neue Bugs. Doch Rettung nahte in Form eines genialen Gedanken von Jannis. Wer das ist? Der Oberprogger (Programmierer) des Teams hoppus aus Bremen, der zufällig den Abend bei uns verbrachte. Der Dank geht hiermit an Jannis. Der Einsatz der mod Funktion erlöste uns am heutigen Abend von Stress und Verzweifelung.

Was sonst noch erwähnenswert ist?
Hier gibt es doch leckere Pizza.
Das Feld der Mannschaften im Robosoccer 2 vs. 2 primary besteht aus 23 asiatischen und sieben aus der Restwelt.
Um den Feierabend einzuläuten, stellten die Organisatoren einfach die Klimaanlage in der Halle ab.

Jetzt sind wir vorbereitet!


Robocup WM in China – Vorbericht

11. Juli 2008 von Kathi

 

Noch etwa 48 Stunden; Freude, Aufregung, Panik, Glück, Freude. So in etwa kann man die Gefühle beschreiben, die uns in dieser Reihenfolge ständig erfassen.

Freude – Wir haben es geschafft. Nach einem Jahr intensiver Arbeit wurden wir zum Gipfelsturm, wie unsere EM-Fußballer, zur WM nach China eingeladen. Der Weg dahin war gepflastert mit Arbeit, Arbeit, Arbeit. Díe langen Freitage, unsere AG-Tage, wurden sehr oft auch zu Montagen und Dienstagen. Wir kennen sämtliche Reinigungskräfte und Hausmeister. Nach uns wurde dann immer die Alarmanlage sofort scharf geschaltet. Manchmal geschah das aber auch in einer sehr kreativen Phase. Leider!
Freude – Durch die Unterstützung des Fördervereins konnten wirklich kurzfristig wichtige Bauteile beschafft werden. Das Solarboot-Projekt von Dr. Vogt ermöglichte uns die finanzielle Teilnahme. Durch seine Anregungen werden wir versuchen, unsererseits auf die Suche nach Förderern zu gehen. China, ein unbekanntes Land im Focus der Öffentlichkeit. Wir kennen es bis jetzt nur aus den Medien. Es ist Land mit vielen Widersprüchen. Wir werden es kennen lernen. Dafür nehmen wir uns drei Tage Zeit.

Aufregung – Tim, Felix und Nicolas kommen erst am Freitag von der Klassenfahrt aus England um dann Sonntag via Amsterdam nach Schanghai zu fliegen. Da bleibt nicht viel Zeit fürs Wäsche waschen und Erlebnisse erzählen. Glücklicherweise wurden die verschärften Visabestimmungen im Chinesischen Konsulat in Berlin nicht umgesetzt, sonst hätten wir noch eine persönliche Einladung per Post im Original für jeden beantragen müssen.

Panik – Haben wir auch nichts vergessen? Streiken auch die Piloten der KLM? Wo ist mein Pass?

Glück – Zum Qualifikationsturnier in Magdeburg waren wir in unserer Klasse die Einzigen. Kein weiteres Team aus dem Norden bzw. Nordosten dieser Republik war angetreten. Man entschied sich trotzdem für eine Qualifikation zu den deutschen Meisterschaften. Eigentlich waren wir ja nicht für die WM qualifiziert, aber der amtierende deutsche Meister fährt nicht. So wurden wir, motor marzahn, als Meisterschaftsdritter der German Open in Hannover gefragt. Und wir fliegen!

Freude…


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