Aktuelles (Schule)


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Nach zwei Jahren Wettkampfpause wollen wir wieder ins Geschehen eingreifen. Zwei Jahre Beobachten der Szene, Einstellen auf die neue Liga und Einsetzen neuester Technik sollen uns wieder ins Spiel bringen.
Nun sind wir also in Magdeburg, zu den German Open.
15 Teams aus ganz Germany spielen in der neuen B-Version, darunter viele alte Bekannte wie die Antitischhochheber oder green_hell. Wieder wurden endlose Stunden von Felix, Nico und Tim aus der Zehnten und Newcomer Patrick aus der Siebten investiert. Leider haben sich im Dezember die Regeln noch einmal geändert. Die erhoffte Beruhigung des Spiels trat leider nicht ein.
Unsere Strategie ging auf eine ruhige, präzise Eistellung der Bots. Dafür haben wir extra die Camera von Lego mit Expertenhilfe für unsere Zwecke nutzbar gemacht. Auch ein extra starken Kicker sollte uns einen Vorteil verschaffen.
Leider haben sich unsere extremen Vorbereitungsmaßnahmen nicht bezahlt gemacht. weiter …


Robocup WM in China – arrivel

14. Juli 2009 von Kathi

 

Den Flug haben wir gut überstanden.

Von Berlin nach Amsterdam war es noch gewöhnungsbedürftig, aber nach Schanghai Pudong in einer 747 wie im Bus. Wir wurden immer beschäftigt, meist mit Essen. Die Mitflieger waren aus aller Welt: Chinesen, Pakistani, Engländer, Holländer, Italiener und Deutsche konnten wir eindeutig ausmachen.

Ohne Probleme landeten wir auf einem riesigen Flughafen. Raus aus dem Flugzeug, kam uns eine erste Ahnung, was mit „beste Reisezeit April bis Juni“ gemeint war. Eine schwülwarme Hitze begrüßte uns herzlich.
Gelangweilte Zollbeamten und ernste Bundespolizisten zeigten schon einmal, wie widersprüchlich China sein kann. Jede Schlange, an die man sich anstellen muss, und die zudem noch wichtig ist, wird von Schlangenverantwortlichen überwacht. Und:“ Do not cross the yellow line, before signal!“

Unser Gepäck war auch unversehrt und vollständig mitgelandet.

Am Ausgang wurden wir von einem der vielen “ Freiwilligen Helfer“ empfangen und zum voll klimatisierten Bus gebracht. Mit ihnen ging es dann zu den Unterkünften;Dauer 5 Stunden. Auf der Fahrt fielen die extrem vielen Baustellen, die riesigen Industrieparks aller möglichen Firmen und die Polizeihäuschen an vielen Kreuzungen, mit jeweils zwei Genossen darin, auf. Die Polizeimotorräder ähneln hier sehr stark einer Harley, nur der Klang ist jämmerlicher.

Nach dem Einchecken und wieder einigen Formularen trugen Polizisten unsere Koffer in unsere Zimmer. Vor dem Wohnheim stehen immer mindestens zwei von den Ordnungshütern. Sicherheit geht hier eben über alles.
Weiterhin wurde uns eine persönliche Betreuerin zur Seite gestellt, die uns zum Früstück und zum Austragungsort begleitet. Hoffentlich nur morgen!

Die Zimmer sind ok. Mit Klimaanlage, Dusche und Überwachungskameras auf dem Flur fühlen wir uns sauber und sicher.
Zum Abendessen sind wir auf eigene Gefahr gegangen, ohne Karte und Begleitung. Natürlich stellten wir dank Tims Kompassuhr erst später fest, dass wir den falschen Weg liefen. Also kehrt!

Die Landschaft hier sieht wie Marzahn und Hellersdorf im Aufbau aus. Wir waren in diesem Gebiet dann auch die einzigen Ausländer – in einigen Formularen auch liebevoll Aliens genannt. Wir fanden doch noch Einkaufsmöglichkeiten und
Restaurationen. Preislich dem Schülertaschengeld entsprechend, versogten wir uns.

Nun zum Essen.

Eine Pizza im Aushang hatte uns die Wahl am ersten Abends leicht gemacht. Als wir aber in diesem Lokal saßen, gab es leider keine. Nun waren wir aber schon mal hier und Hunger war auch vorhanden.
Wir vesanken bis zur Brust hinter einem Tisch; eine völlig neue Perspektive. Bestellt wurden Chicken, Chickensoup, Fish und Tea. Der Fisch war ganz und musste mit Stäbchen zerteilt und gegessen werden. Schwer! Die Hühnchensuppe war lecker. Das lag wahrscheinlich an den Hühnerfüßen und dem Hühnerhals. Anspruchsvoll! Tim war nach Anblick dieses Inhaltes leider schon satt. Gegessen wurde die Suppe dennoch.

Durch eine bereits um 20 Uhr einsetzende Dunkelheit liefen wir zurück. Jedem wurde jetzt klar, warum China zu den Nationen mit erhöhtem Energiebedarf gehört. Halbfertige Prachtbauten stehen in vollem Lichterglanz.
Morgen wird es zum ersten Mal ernst.

Gute Nacht Berlin!


Robocup WM in China – round robin I

26. Juli 2008 von Kathi

 

Nach nur vier Stunden Schlaf fuhren wir wieder zum Spielort.

Die Turnierregelung sieht folgenden Spielmodus vor: Jeweils drei Teams bilden ein Superteam. Immer zwei dieser Superteams spielen an einem Tag vollständig gegeneinander. Jedes Einzelteam erspielt die Punkte für das Superteam. Alle Einzelteams bekommen am Ende des Tages jeweils alle Punkte des Superteams. In der Vorrunde, die heute begann, macht jedes Team das Ganze drei Mal.
Somit sind für alle Einzelteams neun Spiele garantiert.

In unserem gegnerischen Superteam des ersten Tages waren ein englisches, taiwanesisches und chinesisches Team.

Das erste Spiel ging leider mit 3:15 verloren.
Fast alle asiatischen Teams spielen mit dem gleichen Bausatz der Sun Yat-sen University, Guangzhou. Das ist ein kommerzieller Bausatz, der sehr gut designed ist. Vor allem gibt es zwei mögliche Programmiersprachen für unterschiedliche Schwierigkeitsstufen. Der kostet um die 200 USD, und wird so nicht mehr hergestellt. Schade!
Jedenfalls hatten wir gegen diese Robots keine Möglichkeit zu gewinnen. Die Astroboys, so der Name des Teams, waren galaktisch und sind für uns Titelanwärter.

Im zweiten Spiel sahen wir uns einem der wenigen chinesischen Teams mit Eigenbaubots gegenüber. Es war ein spannendes Spiel, und nach mehreren Führungswechseln endete es 5:5 unentschieden. Die Jannis Methode (siehe wm setup) funktionierte tadellos.

Die Zeit zwischen den Spielen konnten wir heute etwas ruhiger mit Essen und wirklich kleineren Änderungen im Programm füllen. Nach drei Tagen ist es uns gelungen, auch einmal die verschiedenen RC und RCJ-Veranstaltungen zu besuchen. Witzig waren dort die Humanoiden. Sie sehen aus, wie Fußball spielende Gerippe. Diese Teile sind ca. 1.80 m hoch, laufen auf zwei Beinen und fallen deshalb auch noch oft hin.
Ein Ballack war noch nicht darunter.
In der Simulationsliga treten zwei Programme auf einem Rechner gegeneinander an. Das kann man dann auf einer Leinwand verfolgen.
Endlich konnten wir auch Jannis und Co einmal beim Rescuewettbewerb zusehen. Dort muss ein Roboter durch einen Hindernissparcour fahren und darf möglichst wenig Fehler machen.

Beim Essen gingen wir heute verschiedene Wege: Tim und Felix westlich, europäisch und Caro mit Nicolas versuchten es traditionell chinesisch.

Morgen werden wir in ein neues Superteam gelost und müssen wieder drei Spiele machen.
An den Anblick der vielen Sicherheitskräfte haben wir uns gewöhnt.

Etwas fehlt noch.
Das letzte Spiel gegen die Engländer fiel aus. Sie traten nicht an. In Summe haben wir für unser Superteam heute also 4 von 9 möglichen Punkten erspielt. Geht doch! 24 von 29 Teams kommen ins Achtelfinale.

Das ist unser Ziel. Und es ist nach dem ersten echten Turniertag möglich.


Robocup WM in China – final day

19. Juli 2008 von Kathi

 

Der Finaltag war eine Zugabe für uns.

Nach der Vorrunde waren wir in der Einzelwertung auf Platz 8 von 29 Mannschaften.
Somit kamen wir in das dritte Superteam von acht und hatten eine gute Ausgangsposition, das Viertelfinale zu gewinnen.

Das Ranking sah so aus:
Japan, China, China, China, Singapore, China, China, Germany (Motor Marzahn), Japan, Saudi Arabien, Saudi Arabien, China, Korea, China, Germany (Probots)… Wir verloren zwar unser Spiel gegen die Probots, aber unser Superteam gewann die Serie.

Somit hatten wir das Halbfinale erreicht.
Die Chance bestand, ins Finale vorzudringen. Der Traum zerplatzte aber durch ein klares k.o. durch den späteren Weltmeister.

Leider gab es keine Spiele um den dritten Platz. Wie in solchen Situationen üblich, gab es dann zwei dritte Plätze.

Um es noch einmal deutlich zu sagen:
Das Team RSC Motor Marzahn errang bei den Weltmeisterschaften den dritten Platz.

Die Freude bei uns war groß.
Leider teilten die anderen beiden deutschen Mannschaften diese nicht mit uns. Die Reaktion war eher, dass so etwas nicht sein könne. Unsere Roboter seien doch viel zu einfach. Man habe sie außerdem bei der Punktevergabe betrogen. Schade!

Die eigentliche Enttäuschung kam aber erst bei der Siegerehrung.
Die Drittplatzierten im Robosoccer Junior bekamen weder einen Pokal, noch eine Medaille, noch eine Urkunde.

In allen anderen Wettbewerben wurden Pokale auch an die Dritten ausgegeben. Das ist leider vom Veranstalter abhängig.
Wir stehen jetzt mit leeren Händen da, hoffen aber noch auf eine offizielle Mitteilung unseres nationalen Verbandes. Die soll irgendwann per e-mail kommen. Es ist schwer, so eine Entscheidung emotionslos zu akzeptieren.

Bei der Suche nach neuen Sponsoren für den Unterhaltung und Erhaltung unseres Teams ist es auch nicht hilfreich.

Hier müsste eigentlich ein Was Solls! stehen. ——- . Das Team hoppus mit Jannis (siehe setup) und Martin aus Bremen wurde im Rescue Wettbewerb Weltmeister. Herzlichen Glückwunsch!!

Was bleibt sonst von diesem Wettbewerb:
spannende Spiele,
Nachtpläne mit hoppus,
Schlafentzug,
programmieren bis der Arzt kommt,
nette Teams aus der Slowakei und China,
chinesisches Essen,
Polizeipräsenz,

und ein dritter Platz!


 

Heute wurden wir um 9.50 Uhr wach.
Neun Uhr 50?? Verschlafen! Aber richtig.

Also los; Frühstück fiel aus. Trotzdem hörten wir den Bus um Zehn Uhr nur noch losfahren. Das war der Letzte.

Also haben wir uns in Ruhe angezogen, haben uns ein Taxi rufen lassen und sind noch pünktlich zu unserem ersten Spiel im neuen Superteam gekommen. Dort mussten wir heute gegen Korea und das zweite deutsche Team antreten. Die Koreaner waren unser Niveau. Es endete 6:3 für uns.

Die Green Hell Monkey Company, so der Name des deutschen Teams, wollten unbedingt gegen uns spielen. Sie sind der deutsche Vizemeister. In Hannover haben wir noch mit 3:7 und 3:8 verloren. Aber wir gingen mit 1:0 in Führung. Hektik auf der Gegenseite. Der Rest ist kurz erzählt: 2 Schüsse von unserem Torwart verhungerten leider kurz vor dem leeren gegnerischen Tor. Wir verloren mit 3:6.

Nun sollte das letzte Spiel des Tages aber gewonnen werden. Es ging noch einmal gegen Korea. Der Schiedsrichter war einer derjenigen, die das Spiel voll unter Kontrolle haben. Meckern und maulen untersagte er strikt.
Anstoß. Schnell stand es 2:0. Zur Halbzeit führten wir 3:1. Wir dachten, wir werden es gewinnen. Und kurze Zeit später, wir schossen mehrere Tore, stand es 5:5. Dann 5:6 für Korea.

Der Ball lief auf beiden Seiten oft auf der Torlinie. Spannung pur!
Noch 1 Minute und 50 Sekunden zu spielen, da fiel der rettende Ausgleich. 6:6!
Wir wollten gewinnen.
Noch 1:30 Minuten, der Ball befand sich permanent in der gegnerischen Hälfte. Noch 50 Sekunden! Drei Spieler waren in der gegnerischen Ecke!
Noch 10 Sekunden! Der Zeitnehmer zählt die letzten Sekunden: ten , nine , eight, seven…

Da löst sich der generische Torwart aus der Ecke und… for, three, two.., drückt den Ball über die eigene Linie!
GOOOOOOOOOOLLLLLLLLL! Und one and out!! Aus! Aus! Wir gewinnen dieses letzte Spiel der Vorrunde mit 7:6.

Somit qualifizierten wir uns für das Viertelfinale. Viertelfinale? Jawohl, denn ein Achtelfinale heißt natürlich bei nur noch 8 verbliebenen Superteams eben Viertelfinale.
Morgen um 9.00 Uhr ist unser Minimalziel erreicht! Wir können jetzt locker aufspielen. Es geht im k.o.-System bis zum Finale weiter.

Das Spiel wurde begleitet von einer Taifunwarnung. Bis jetzt ist aber nur ein wenig mehr Wind.

Ein Rundgang um die Halle zeigte sich als sehr schweißtreibend. Außer neue Wohnhäuser und Industrieanlagen sind hier nicht zu sehen, ein Industrial Park eben.
Zur Feier des Tages gab es Pommes und Hähnchenuggets chinesischer Art. Es war lecker, auch wenn es Chicken Pop Corn hieß.

Wir sind im Viertelfinale der Weltmeisterschaft! Wahnsinn!


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