Aktuelles (Schule)


Besuch unserer Partnerschulen in Rochester Hills (Detroit/Michigan, USA) 20.-27.10.2019

Mittwoch, 13. November 2019 um 14:22 Uhr von Homepage AG

 

Um 4 Uhr morgens sah man am Flughafen Tegel gemischte Gesichter.

Einigen stand die Müdigkeit ins Gesicht geschrieben, andere strotzen vor Aufregung.
Nach 9 Stunden Flug via Frankfurt nach Detroit und einem abenteuerlichen Bustransfer zur Van Hoosen Middle School waren nun alle aufgeregt und gespannt, was in der Woche alles auf sie zukommen würde.
In der Schule lernten wir unsere Gastfamilien kennen, die uns schon mit schön dekorierten Schildern erwarteten und bei unserem Eintreffen in Jubelschreie ausbrachen – das hatten wir so nicht erwartet.
Nach der ersten Begegnung sind dann alle in ihre Häuser gefahren und haben die amerikanische Kultur und Gastfreundschaft kennen gelernt.

Von Montag bis Mittwoch besuchten wir die uns zugeteilte amerikanische Schule.
Ich war für diese Zeit auf der Adams High School. Die Schule ist im Vergleich zu unserer ein riesiges Labyrinth und hat über 1700 Schüler (zum Vergleich: wir haben knapp 900).
Man hat viele verschiedene Gänge und Abzweigungen. Ich hatte schon Angst mich auf dem Weg zur Toilette zu verlaufen…
Nach 3 Stunden mit je 5 Minuten Pause gab es endlich das lang ersehnte Mittagessen. Das Lunchangebot ähnelte dem unserer Cafeteria – mit ein paar Unterschieden: zum Beispiel konnte man sich an der Adams das Sandwich selbst belegen und die drei Mikrowellen, die neben der Essenausgabe standen, waren auch neu für mich.
Dann gingen wir auch wieder in den Unterricht und hörten gespannt dem Lehrer zu.
Unsere vom Tagore importierten Lehrkräfte (Frau Jochinke, Herr Birk und Frau Gerlach) besuchten in der Zeit fast alle Schulen der Rochester Community Schools und machten sich ein Bild vom Unterricht und vom Schulalltag.

Am Mittwochnachmittag sind wir mit einem typisch amerikanischen Schulbus zur Van Hoosen Farm gefahren. Während wir uns auf der Farm aufhielten, lernten wir Einiges über diesen Ort und tauschten uns außerdem über die neuen Schulen, die Gastfamilien und unsere Erlebnisse aus.

Auf unserer Tour nach Detroit am Donnerstag machten wir zunächst einen Stopp am Detroit River und winkten kurz in Richtung Kanada – das Nachbarland beginnt auf der anderen Seite des Flusses.
Anschließend besuchten wir das Henry Ford Museum, wo wir leider nicht genügend Zeit hatten um uns alles genau anzuschauen. Nur so viel: zu den

Exponaten gehört das Auto, in dem President Kennedy ermordet wurde, der Stuhl, auf dem President Lincoln starb und der Bus, in dem Rosa Parks sich weigerte, ihren Platz für einen weißen Fahrgast zu räumen und so die Bürgerrechtsbewegung mit initiierte…

Unser nächster Halt war das Heidelberg Project – ein Open-Air-Kunstprojekt. Dieses verursachte so manche Diskussion – für einige war es Angst einflößend, andere erinnerte es an eine Mülldeponie. Zum Abschluss sahen wir uns dann noch das Fisher Building an.

Am Freitag waren wir in einer Apple Cider Mill, dort probierten wir Apple Cider und aßen dazu Donuts – übrigens gesponsert von den Betreibern, da die Kartenzahlung nicht funktionierte.
Nach einem spontanen Gruppenfoto mit den Deputies einer nahegelegenen Polizeiwache wanderten wir ein Stück auf dem Polly Ann Trail entlang, um Donuts und Cider wieder abzutrainieren. Nach einiger Zeit holte uns dann doch der Bus wieder ab und fuhr uns zur Great Lakes Crossing Mall…Shopping Time! Wir kauften viele Souvenirs und auch andere Andenken.

Nach einem Mittagessen in der Mall fuhren wir wieder zurück zu unseren Schulen. Am selben Abend fand das Footballspiel Stoney Creek High School gegen Adams High School statt. Trotz eisiger Kälte war dieses Erlebnis unverzichtbar – nicht nur die Football-Spieler in voller Montur und die Cheerleader waren einen Blick wert, sondern auch die Marching Bands beider Schulen, die in der Halbzeitpause für Stimmung sorgten.

Am Samstag war dann der Morgen des Abschieds gekommen und wir haben uns noch eine Weile mit unseren Gastfamilien unterhalten. Als nun der Moment kam, in dem wir in den Bus steigen mussten, flossen viele Tränen und es war unfassbar herzzerreißend. Auf dem Weg zum Flughafen dachten alle schon an die nächste Reise in die USA.

Wir bedanken uns bei der Schulleitung, beim Fachbereich Englisch und beim Förderverein, die diese Reise ermöglicht haben. Ebenso sagen wir DANKE an die Lehrer*innen, die die AG geleitet haben sowie denjenigen, die zur Vertretung herangezogen wurden. Großer Dank gilt ebenfalls dem Deutsch-Amerikanischen Club von Berlin, der Senatsverwaltung und der Checkpoint-Charlie-Stiftung für die finanzielle Unterstützung.

Selina Schwarze, Kl. 10.2, 01.11.2019

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