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Skifahrt – 2015

Mittwoch, 18. März 2015 um 14:42 Uhr von Steven Müller

 

Berlin – wir schreiben den 08.01.15 und es regnet. Über 60 Schüler des Siemens- und des Tagore Gymnasiums stehen dicht gedrängt, voller Vorfreude, Erwartungen und voll bepackt in der Turnhalle des Tagore – Gymnasiums und warten auf den so sehnlichst erwarteten Reisebus mit Richtung Südtirol. Nach dem Beladen und den Kämpfen um den besten Sitzplatz geht es los. Aber nicht in Richtung Alpen, nein Hennigsdorf. Als dann auch die letzten Schüler und Lehrer zu uns stiegen, ging es endlich auf die Autobahn.

Auch wenn man sich in dieser sitzenden Position einen weitaus besseren Schlafplatz vorstellen konnte, so ließ die Vorfreude dennoch nicht nach. So wie wir dann in der Dämmerung die ersten schneebedeckten Gipfel sahen, war sämtliche Müdigkeit verschwunden und jeder stellte sich vor, wie er am besten, schnellsten und am elegantesten den Berg hinunter käme. Etwa um 09:00 Uhr erreichten wir dann unser Domizil, den Bacherhof in St. Leonard. Dank erster Absprachen im Bus konnte die Frage der Zimmerverteilung schnell geklärt werden, so dass wir uns kurz frisch machten und gleich, ohne viel Zeit zu verlieren, auf die Piste konnten. Nach der etwas zähen Skiausleihe ging es dann aber wirklich los. Wir wurden nach unserem Können in Gruppen eingeteilt und fuhren auf unterschiedliche Pisten. Was für die Anfänger steil und halsbrecherisch wirkte, fuhren die Profis unter uns im Schlaf hinab.

Drei Tage später, mit den Grundlagen des Skifahrens vertraut, stießen dann auch die Anfänger auf den Rest der Gruppe, welche insgesamt 71 Schüler vorwies. Nun begann auch endlich für die Anfänger das richtige Skifahren.

Durch Stürze oder kleinere Unfälle ließ sich keiner entmutigen und es herrschte immer ausgelassene Stimmung. Nicht nur auf der Piste gab es immer was zu lachen, auch abends, nach dem anstrengenden Skifahren war immer Zeit für Späße. So war das Klima untereinander im Bacherhof optimal, man lernte sich untereinander schnell kennen und hatte miteinander Spaß, meist bis in die tiefe Nacht. Wir setzten uns todesmutig Schneestürmen aus, bei denen die Sichtweite so gering war, dass man höchstens die Spitzen seiner Ski/ seines Snowboards erkennen konnte. Nichtdestotrotz fuhren wir immer wieder mit den Liften zum Gipfel und sogleich hinab. Auch wenn man sich, natürlich wie zu erwarten von einem Schüler, nicht unbedingt auf die Leistungskontrollen freute, so freute man sich vielmehr auf die Zeiten in den man geschlossen als kleine Gruppe so fahren konnte wie man wollte.

Selbst die Anfänger fuhren dann so schnell, wie es nur ging, den Berg hinunter und so zeigte sich, dass doch in jedem, sofern er es noch nicht wusste, das Talent zum Skifahren vorhanden war.

Doch so viel Spaß wir auch auf der Piste hatten, der Tag, an dem es hieß: „Auf geht’s! Wir fahren wieder heim.“ rückte immer näher. Voller Wehmut blickten wir auf die vergangenen Tage zurück, welche zwar hin und wieder durch kleine Rückschläge, aber dennoch um so mehr von Fortschritten gekennzeichnet waren. So konnten die, die höchstens ein Paar Ski aus dem Wintersport im Zweiten kannten, nun aus dem Stand den PGS und die, die sowieso schon perfekt fahren konnten, verbesserten ihre Technik.

Der letzte Abend brach für uns im Bacherhof an und das bedeutete die für die Skifahrt typische Taufe. Nach zuerst verstörend wirkenden Ritualen, entpuppte sich der Abend doch als lustige Abwechslung zu den anderen. Jeder wurde entsprechend irgendwelcher amüsanten Angewohnheiten oder Taten benannt. Dies sorgte für ausgelassene und freudige Stimmung sowohl unter den Lehrern als auch den Schülern.

Am nächsten Morgen hieß es dann Abschied nehmen von dem Bacherhof, St. Leonard und den heißgeliebten Skipisten. Dank einer mehrstündigen Verspätung des Reisebusses konnten wir doch noch länger in St. Leonard bleiben und den nur wenige Meter entfernten Supermarkt einer gründlichen Inspektion unterziehen. Man könnte schon fast behaupten, dass wir aufgrund der durch die Verspätung des Busses gewonnenen Zeit sämtliche Produkte auswendig kannten.

Aber irgendwann kam dann doch der schon verschollen geglaubte Bus. Wir konnten wieder unsere zumeist nicht ordentlich gepackten Koffer (im Vergleich zur Anreise) einräumen, uns setzen und über die vergangen Tage nachdenken. Auch wenn im Bus nicht völlige Stille herrschte, dafür sorgte immer mindestens ein Lautsprecher mit zusammengewürfelten Musiklisten, so merkte man doch, dass jeder schon etwas Fernweh verspürte und eigentlich noch nicht heim wollte. Aber alles hat bekanntlich ein Ende und so auch die Skifahrt 2015.

In der Nacht vom 17.01.15 kamen wir, fast wie geplant, dann endlich nach einer endlos scheinenden Fahrt vor dem Plaza in Berlin-Marzahn an.

An dieser Stelle möchte ich mich im Namen der 71 Mann starken Gruppe noch einmal bei den Lehren bedanken, welche alles organisierten und ohne die wir hoffnungslos aufgeschmissen gewesen wären.

Patrick Friese

04.03.15

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