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Lauf, Schüler, lauf!

Dienstag, 13. September 2011 um 11:34 Uhr von katrin

 

Wir schreiben das Jahr 2011. Den 13. September um genau zu sein. Die Klassenräume sind verlassen und auch auf dem Schulhof sieht es eher trostlos aus. Ich höre Schreie vom Schulhof, langsam mache ich mir Sorgen. Was geht hier nur vor sich? Dann fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Heute, ja heute ist unser alljährliches Sportfest.
Irgend was stimmt hier allerdings nicht.
Als ich zum Himmel hinauf schaue, wird mir bewusst was. Die Sonne scheint und es ist angenehm warm. Nicht eine Regenwolke ist zu sehen. Ich versuche, mich an das letzte Mal zu erinnern als wir gutes Wetter zum Sportfest hatten. Doch nein, es soll mir nicht gelingen. Außer Marvin und Lukas scheinen sich aber alle mit mir am Wetter zu erfreuen.

Mit Sophia im Schlepptau begebe ich mich in Richtung Basketballplatz. Auch wenn hier noch recht wenig los ist, ist die Stimmung der Stationsbetreuer schon auf dem Höhepunkt angelangt. Linh und Marvin zum Beispiel, trällern freudestrahlend vor sich hin und Marvin ist sogar der Meinung, dass dieser Tag doch bestimmt noch lustiger wird. Nur Paul scheint heute nicht mit dem rechten Fuß aufgestanden zu sein. Während ich gerade noch einem seiner Bälle ausweichen kann, hat Sophia weniger Glück. Nachdem Paul uns erzählt hat, wie wenig er von Bällen und Körben hält (aufgrund jugendgefährdender Sprache werde ich ihn nicht zitieren), kommt langsam die erste Klasse eingetrudelt. Beim Körbewerfen macht die 10/3 zu dieser frühen Stunde eine recht gute Figur.

Nachdem wir uns sattgesehen haben, mache ich mich mit einer nun humpelnden Sophia auf den Weg zum Volleyball. Traurig stelle ich fest, dass mein Tutorenkurs heute nicht antreten darf (Wir hätten auf jeden Fall gewonnen, so viel ist sicher). Dafür bin ich aber live dabei, als der Tutorenkurs von Frau Schmalwasser mit einem Punktestand von 16:23 seinen Gegenern zeigt, wer die Besseren sind.

Unser nächster Halt ist das Schreibbüro, wo wir allerdings nur wenig Zeit verbringen. Unter unschönen Arbeitsbedingenungen (man sitzt gequetscht in einem winzigen Raum) notiert man hier alle Ergebnisse des Sportfestes. Aufgrund von Sauerstoffmangel sehen Sophia und ich zu, hier so schnell wie möglich rauszukommen.
Endlich wieder an der frischen Luft treffen wir auf die MultimediaAG. Wie wir schauen auch sie den Schüler über die Schulter und halten still und heimlich erfolgreiche und weniger erfolreiche Leistungen fest. Georg flüstert uns zu, dass die 8/5 (die Klasse von Sophias Bruder) beim Tauziehen besonders gute Leistungen gezeigt hat. Das freut vor allem Sophia, die bei all der Aufregeung sogar den Schmerz in ihrem Fuß vergisst.

Seilspringen hingegen ist mehr oder weniger ereignislos. Hier sieht man nur ein paar gelangweilte Leute herumlümmeln. Aus dem Nichts heraus sagt mir Honky, dass sie die Beste ist. Ich bin mir allerdings noch nicht ganz bewusst darüber, was sie mir damit sagen wollte. Da hier so wenig los ist, enscheiden sich Sophia und ich uns, beim 100m Lauf vorbeizuschauen.Ich muss ehrlich zugeben, dass ich ziemlich beindruckt bin von den Leistungen der Sekundarstufe 1 .

Während beim Sprint alle sehr konzentriert sind, ist beim Tauziehen eine wahnsinns Stimmung. Die 10/4 gewinnt ohne große Anstengungen gegen die 10/5. Wahrscheinlich liegt das am Teamspirit der Truppe. Die laufen nämlich schon den ganzen Tag mit einem riesigen Plakat rum, das sie als 10/4 ausweist.
Bei der nächsten Station lege ich erst mal eine kurze Verschnaufpause ein. Das ganze Hin- und Hergerenne hat mich doch sehr ermüdet. Lukas erzählt mir währenddessen, was er so vom Sportfest hält. Dabei bemerkt er, dass er festgestellt hat, dass die 10. Klassen unreifer sind als die 8. Klassen (Schämt euch Klasse 10!). Die Leistungen hier beim Mannschaftsdreierhop sind auch eher durchschnittlich. Gerade mal die 10/1 ist mit 69m herausgestochen.

Auf dem Weg zurück zum Homepage Raum kommen wir noch am Grillstand vorbei. Das Angebot ist verlockend: Bratwurst mit Senf oder Ketschup. So steht es zumindest auf dem Zettel. Auf dem Grill allerdings sieht es noch recht dürftig aus. Doch da ich jetzt noch gar keinen Hunger habe, verzeihe ich dem Bio Leistungskurs diese Verzögerung der Würstchenbelieferung.

The End

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