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Berliner Tag der Mathematik – Interview

Montag, 22. Februar 2010 um 15:39 Uhr von janina

 

Interview mit einem Schüler, der bereits Erfahrungen mit dem Tag der Mathematik gemacht hat:

Reporterin R; Befragter B

 

R: „Was genau ist der Tag der Mathematik?“

B: „Der Tag der Mathematik ist ein jährlich stattfindender Mathematikwettstreit an den Berliner Universitäten beziehungsweise Fachhochschulen, da bin ich mir nicht sicher, ich war jedenfalls bis jetzt immer an den Universitäten zu Gast. Der Wettstreit findet dieses Jahr schon zum 15. Mal statt und unsere Schule nimmt dieses Jahr zum 4. Mal daran teil.“

R. „Was kann man sich unter diesem Mathewettstreit vorstellen?“

B: „Der Mathematikwettstreit sieht vor, dass sich die verschiedenen Teams mehrerer Schulen in Berlin – vorzugsweise Gymnasien – sich treffen können, um sich aneinander zu messen. Der Sinn und Zweck meines Erscheinens ist jedoch hauptsächlich der Vortragsnachmittag, den die jeweilig veranstaltende Universität gibt, um die Zeit zwischen dem Wettstreit und der Siegerehrung zu überbrücken und das sind dann immer ganz interessante, mathematische Themen, die dort diskutiert werden und das ist immer sehr spannend.“

R: „Wie genau wird die Anzahl der teilnehmenden Teams der Schulen eigentlich bestimmt?“

B: „Im Grunde kann jede Schule selbst bestimmen, wie viele Teams sie schickt, wie viele Mitglieder jedes Team haben soll. Grundsätzlich sollte man aber bedenken, dass die Regel für eine Höchstanzahl von fünf Mitgliedern festgelegt ist. Es ist allerdings immer so, dass die Tische nur für vier Leute ausgelegt sind, also könne sowieso nicht mehr als fünf Schüler daran sitzen. Zu dritt oder viert sollte man aber schon hingehen.“

R: „Wie kommt man darauf, an dem Tag der Mathematik teilzunehmen?“

B: „Wir hatten damals Glück, dass unsere Mathelehrerin so engagiert war, uns das Mysterium der Tage der Mathematik näher zu bringen. Unsere Schule versucht es als Tradition aufzubauen, jedes Jahr mehrere Teams dort hinzuschicken. Letztes Jahr waren wir durch drei Teams vertreten, aber die Jahre davor war wirklich nur ein Team bereit, anzutreten.“

R: „Könntest Du den Ablauf der gesamtem Veranstaltung einschließlich des Wettstreits erläutern?“

B: „Der zeitliche Ablauf ist ausgesprochen schülerunfreundlich. Der Wettkampf findet traditionell an einem Samstag in aller Frühe statt. Wenn man besonders früh aufstehen muss, da man etwa eine Stunde dorthin fährt, ist das nicht so lustig. […] Also, an dieser Stelle [sei bemerkt,] es macht Spaß! Es ist wirklich schön, auch mal an einem Wochenende vor Sonnenaufgang aufzustehen. Wenn man sich dann an seinem Tisch wiedergefunden und sich mit den Aufsicht führenden Studenten gestritten hat, weil man mal wieder kein Tafelwerk und keinen Taschenrechner benutzen darf, obwohl das jeder macht, findet der eigentliche Mathewettstreit statt. […] Es ist jedoch so, dass man in der verbleibenden Zeit immer wieder neue Ansätze, neue Strategien findet, die einen dann zu den ein oder anderen Punkten führen.

Danach hat man im Prinzip keine Anwesenheitspflicht mehr, die meisten gehen dann leider auch, doch für mich fängt der eigentliche Tag der Mathematik dann erst richtig an, denn dann bieten die einzelnen Professoren der Universitäten Vorträge zu ganz unterschiedlichen Themen der Mathematik an, wie zum Beispiel zu ungelösten Primzahlproblemen, Knoten und Schlaufen etc. Die Vorträge enden gegen 16 bis 17 Uhr. Hinterher wird noch die Siegerehrung bekannt gegeben.“

R: „Vielen Dank für diese überaus informativen Ausführungen zu diesem Thema.“

B: „Kein Problem.“

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