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Robocup WM in China – arrivel

Dienstag, 14. Juli 2009 um 15:37 Uhr von Kathi

 

Den Flug haben wir gut überstanden.

Von Berlin nach Amsterdam war es noch gewöhnungsbedürftig, aber nach Schanghai Pudong in einer 747 wie im Bus. Wir wurden immer beschäftigt, meist mit Essen. Die Mitflieger waren aus aller Welt: Chinesen, Pakistani, Engländer, Holländer, Italiener und Deutsche konnten wir eindeutig ausmachen.

Ohne Probleme landeten wir auf einem riesigen Flughafen. Raus aus dem Flugzeug, kam uns eine erste Ahnung, was mit „beste Reisezeit April bis Juni“ gemeint war. Eine schwülwarme Hitze begrüßte uns herzlich.
Gelangweilte Zollbeamten und ernste Bundespolizisten zeigten schon einmal, wie widersprüchlich China sein kann. Jede Schlange, an die man sich anstellen muss, und die zudem noch wichtig ist, wird von Schlangenverantwortlichen überwacht. Und:“ Do not cross the yellow line, before signal!“

Unser Gepäck war auch unversehrt und vollständig mitgelandet.

Am Ausgang wurden wir von einem der vielen “ Freiwilligen Helfer“ empfangen und zum voll klimatisierten Bus gebracht. Mit ihnen ging es dann zu den Unterkünften;Dauer 5 Stunden. Auf der Fahrt fielen die extrem vielen Baustellen, die riesigen Industrieparks aller möglichen Firmen und die Polizeihäuschen an vielen Kreuzungen, mit jeweils zwei Genossen darin, auf. Die Polizeimotorräder ähneln hier sehr stark einer Harley, nur der Klang ist jämmerlicher.

Nach dem Einchecken und wieder einigen Formularen trugen Polizisten unsere Koffer in unsere Zimmer. Vor dem Wohnheim stehen immer mindestens zwei von den Ordnungshütern. Sicherheit geht hier eben über alles.
Weiterhin wurde uns eine persönliche Betreuerin zur Seite gestellt, die uns zum Früstück und zum Austragungsort begleitet. Hoffentlich nur morgen!

Die Zimmer sind ok. Mit Klimaanlage, Dusche und Überwachungskameras auf dem Flur fühlen wir uns sauber und sicher.
Zum Abendessen sind wir auf eigene Gefahr gegangen, ohne Karte und Begleitung. Natürlich stellten wir dank Tims Kompassuhr erst später fest, dass wir den falschen Weg liefen. Also kehrt!

Die Landschaft hier sieht wie Marzahn und Hellersdorf im Aufbau aus. Wir waren in diesem Gebiet dann auch die einzigen Ausländer – in einigen Formularen auch liebevoll Aliens genannt. Wir fanden doch noch Einkaufsmöglichkeiten und
Restaurationen. Preislich dem Schülertaschengeld entsprechend, versogten wir uns.

Nun zum Essen.

Eine Pizza im Aushang hatte uns die Wahl am ersten Abends leicht gemacht. Als wir aber in diesem Lokal saßen, gab es leider keine. Nun waren wir aber schon mal hier und Hunger war auch vorhanden.
Wir vesanken bis zur Brust hinter einem Tisch; eine völlig neue Perspektive. Bestellt wurden Chicken, Chickensoup, Fish und Tea. Der Fisch war ganz und musste mit Stäbchen zerteilt und gegessen werden. Schwer! Die Hühnchensuppe war lecker. Das lag wahrscheinlich an den Hühnerfüßen und dem Hühnerhals. Anspruchsvoll! Tim war nach Anblick dieses Inhaltes leider schon satt. Gegessen wurde die Suppe dennoch.

Durch eine bereits um 20 Uhr einsetzende Dunkelheit liefen wir zurück. Jedem wurde jetzt klar, warum China zu den Nationen mit erhöhtem Energiebedarf gehört. Halbfertige Prachtbauten stehen in vollem Lichterglanz.
Morgen wird es zum ersten Mal ernst.

Gute Nacht Berlin!

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