Aktuelles (Schule)


Standortfrage und Namensgebung

Dienstag, 19. April 2005 um 14:55 Uhr von annett

 

Im August 2002 wurde durch das Schulamt des neuen Stadtbezirkes Berlin Marzahn-Hellersdorf ein Schulentwicklungsplan erstellt, welcher seither einige Änderungen erfuhr, aber in seinem Kern weiterhin gilt. Dieser Plan sah im Gymnasialbereich vor, dass in der Region Marzahn zwei Schulstandorte erhalten werden und im gemeinsamen Marzahn-Hellersdorfer Bereich südlich der S-Bahn (Siedlungsgebiet) ein Gymnasium bestehen bleibt. Die Oberschule an der Weide und das Wilhelm-von-Siemens-Gymnasium sind seither als langfristig zu erhaltende Lerneinrichtungen in unserem Territorium vorgesehen. Die Gründe für den Erhalt unserer Schule liegen im ausgeprägten sprachlich-künstlerischen Schulprofil und in den regelmäßig hohen Anmeldezahlen.

Allerdings gibt es zwei Auflagen, die wir erfüllen müssen. Die eine ist die Standortfrage. Laut Schulgesetz muss ein Gymnasium über entsprechende Sportanlagen und Raumkapazitäten verfügen. Beides ist in der Bruno-Baum-Straße nicht gegeben, so dass ein Umzug zum Standort Sella-Hasse-Straße 25 in den Jahren 2005/2006 erfolgt bzw. noch erfolgen wird.

Die zweite Auflage ist die Fortsetzung der Tradition der Beziehung des Stadtbezirkes mit Indien, die bisher von der Mahatma-Gandhi-Oberschule getragen wurde, welche aber im Jahr 2007 geschlossen werden soll. Der Stadtbezirk als Schulträger sähe es gern, wenn unsere Schule Tradition und Namen weiterführen würde. Nach langen Diskussionen in allen schulischen Gremien hat sich der Beschluss unserer Schule durchgesetzt, die Traditionspflege mit Indien fortzuführen, aber nach einem eigenen Namen zu suchen, welcher unserem sprachlich-künstlerischen Profil besser entspricht. Die Wahl fiel auf den indischen Künstler und Literaturnobelpreisträger Tagore.

Nach Beratungen mit Vertretern des Schulträgers Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und Vertretern der indischen Botschaft steht dieser Namensgebung nichts mehr im Wege.

Um einen Schulnamen durchzusetzen, muss die Schulkonferenz einen entsprechenden Beschluss fassen. Dies ist im Februar 2005 geschehen. Dieser Beschluss muss als Antrag im Bezirksamt eingereicht und mit den dortigen politisch und kulturell Verantwortlichen diskutiert werden, um eine Vornotierung in der Senatsverwaltung für Jugend, Bildung und Sport beantragen zu können, was im März 2005 geschah. Diese Vornotierung ist wichtig, da damit dieser Name für die antragstellende Schule reserviert ist. Die Senatsverwaltung für Jugend, Bildung und Sport behält sich das Recht vor, den Namen auf dessen Unbedenklichkeit zu untersuchen und sie überprüft, ob nicht andere Institutionen gleiche Namensrechte geltend machen.
So gibt es einige bürokratische Hürden, die es leider unmöglich machen, die Namensgebung in „Tagore-Schule“ bereits wie geplant am Geburtstag des Künstlers, dem 06.Mai 2005, durchzuführen, obwohl zu diesem Ereignis freundlicherweise schon eine Büste des Schriftstellers durch die indische Botschaft angefertigt wurde.

Wenn alle Formalitäten geklärt sind, wird die Schule den Namen „Tagore“ erhalten. Es stehen zwei Termine im Jahr 2006 zur Diskussion. Zum einen der Bezug des neuen Standortes, zum anderen der Geburtstag Tagores. Die Entscheidung dazu wird in den Gremien der Schule getroffen.

Triebe StD
Konrektor

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