Aktuelles (Schule)


Bericht über Religions-Exkursion ins Kloster

Sonntag, 8. Dezember 2002 um 19:29 Uhr von pfriese

 

Am 31.10.2002 (Reformationstag) besuchten wir, ein paar (Ex-)Religionsschüler, das katholische Kloster Regina-Martyrum, um an einem Friedensgebet mit anschließendem Treffen im Versammlungsraum teilzunehmen.

Als wir ankamen, war die erste Reaktion von einigen Schülern ein Augenbrauenhochziehen, da der Kirchhof stark an ein Konzentrationslager erinnerte. Diese Wirkung war allerdings durchaus beabsichtigt. Ein paar Kilometer weiter befindet sich das KZ Plötzensee und im Gedenken an seine Insassen wurde das Kloster erbaut.

In der Kirche an sich waren wir nicht, sondern nur in der Krypta. Diese allerdings war sehr gemütlich eingerichtet und die allgemeine Stimmung war recht entspannt. Während des Gottesdienstes stellten wir fest, dass die Schwestern sehr gut singen können. Etwas außergewöhnliches stellt die Kombination aus einem evangelischen und einem katholischen Pfarrer dar, da sich die beiden Kirchen eigentlich nicht so gut verstehen. Ebenso waren auch einige Gäste aus einer evangelischen Gemeinde anwesend. Danach gingen wir in den Versammlungsraum und unterhielten uns mit den Schwestern und einigen Gästen. Man könnte meinen, dass Nonnen bzw. Novizen relativ weltfremd seien, da sie die meiste Zeit im Kloster verbringen. Dieser Eindruck ist allerdings falsch! Sie zeigen sich sehr neugierig und wissen recht viel über das �normale� Leben. Nur betrachten sie die Welt mit etwas anderen Augen.
Wir erfuhren auch etwas über den Werdegang der Schwestern. In diesem Orden (es gibt sehr viele davon) lebt man zuerst ein Jahr in ziviler Kleidung und hat den gleichen Platzablauf wie ein richtiges Ordensmitglied. Nach diesem Jahr – sollte man sich entschließen zu bleiben – wird man eingekleidet. Dies ist eine kleine Zeremonie, bei der man ein weißes Kopftuch und ein schwarzes Gewand erhält. Von da an ist man Novizin und kann sich immer noch frei entscheiden, ob man weiterhin bleibt oder den Orden verlässt. Sollte man sich nach ein paar Jahren dazu entscheiden, entgültig im Orden zu bleiben, bekommt man ein schwarzes Kopftuch und ab diesem Zeitpunkt ist man eine Nonne. Wenn man später trotzdem das Kloster verlassen will, sollte man das mit seinem Gewissen ausmachen. Es hindert einen Niemand zu gehen, aber sollte man wirklich gehen, so besteht kaum Hoffnung wieder mit �offenen Armen� empfangen zu werden.
Im Großen und Ganzen war es ein sehr unterhaltsamer Abend, der relativ spät endete.

Anmerkung: Weitere Artikel über interessante Exkursionen des Religionsunterrichtes sind in der kommenden Ausgabe der Schülerzeitung „PeSt“ zu finden.

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