Aktuelles (Schule)


Robocup WM in China – sightseeing

Samstag, 20. Juli 2002 um 17:34 Uhr von Kathi

 

Nach dem Bankett am gestrigen Abend trat wieder etwas Ruhe ein.
Kein Aufladen von Computern und Akkus, kein Programmieren, keine Taktikbesprechung, keine Hektik.

Einfach Ruhe.

Wir wollten so gegen 9.30 Uhr nach Suzhou Downtown. Das geht hier am Besten nur mit dem Taxi. Drei fuhren schon mal zur Pagode vor.
Für die anderen Beiden endete der erste Teil der Irrfahrt 90 Minuten später vor der Nordpagode. Dahin wurden aber die Drei nicht gefahren. Nach einigen Telefonaten wusste man, wo sich die jeweils Anderen befanden. Also ging es mit der Rikscha Richtung Treffpunkt Pagode-Süd.

Die Eintrittspreise in Museen sind volksfreundlich, also für uns eher preiswert. Der ca. 1000 jährige Garten mit Stadtmauer, Zeremoniehäusern und Koifütterung war beeindruckend.
Den hatte ein Beamter, der keine Lust mehr auf Staatsgeschäfte hatte, erbauen lassen. Richtig so! Eventuell sollten das bei uns einige Politiker auch tun. Keine Lust scheint ja vorhanden zu sein.

Tim meinte, dass es so aussehe, wie im Erholungspark Marzahn. Stimmt! Übereinstimmungen sind, obwohl in Marzahn kleiner, zu erkennen.
Nach der Pagodenbesteigeung, wobei der TÜV-Germany die Treppen und das Geländer bestimmt bemängelt hätte, war die Aussicht über den Park hervorragend. Zum Mittag kehrten wir im KFC ein. Die gibt es hier sehr oft. Da bekam der Magen wieder etwas Bekanntes.

Die Verständigung lief meist über Englisch. Felix, Nicolas und Tim machen das hier mit der Verständigung sehr gut, nur bei den schwierigen Sachen muss Caro eingreifen. Sprachliches Schulprofil eben!
Nun mal schnell zum Shoppen. Die Daheimgebliebenen sollen doch auch etwas aus China bekommen. Wird hier aber nicht verraten. Überraschung! Die Chinesen in der Stadt sind beim Konsum eher westlich. Nur beim Essen bleiben sie zum Großteil traditionell.

Der Weg führte uns dann zum Seidenmuseum. Interessant waren hier lebende Seidenraupen und echte Kokons.

Die Fahrt zurück zum Wohnheim in den Industrial Park war sehr unterhaltsam. Ein dauerhupender Taxidriver in Handschuhen fuhr durch Gassen, in den man nicht aussteigen möchte. Regeln gelten hier im Verkehr nur für die Schwachen. Der Starke hupt, klingelt, klappert oder schreit. Das macht die City unglaublich laut, etwa die B1 in der Rushhour mal zehn.
Wer allein reist sollte Oropax mitnehmen. Ach das geht ja nicht. Dann hört man das hupen und klingeln nicht mehr. Fairerweise muss man hinzufügen, dass wir trotz des Chaos keinen einzigen noch so kleinen Unfall gesehen haben. Man richtet sich im Straßenverkehr auf einander ein.

Noch mehr als der Lärm einer solchen Stadt, Suzhou hat etwa zwei Millionen Einwohner, prägt sich der Geruch ein. Dieser ist für europäische Nasen sehr gewöhnungsbedürftig. Da wird ja wohl in Peking schon hart durchgegriffen.
Sicher fühlten wir uns immer, denn es waren zusätzlich Hilfspolizisten mit roten Armbinden unterwegs.

Die schönste Geschichte des Tages ist aber, dass sich einige Chinesen und Chinesinnen gern mit den europäischen Jungs fotografieren lassen wollten. Kaum Platz drei bei einer WM gewonnen und schon geht der Starrummel los!
Wie es scheint tauchen hier Europäer noch eher selten in freier Wildbahn auf, jedenfalls so gut aussehende…

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