Aktuelles (Schule)


Frustration und Bangen

Freitag, 17. Mai 2002 um 10:25 Uhr von Kathi

 

Ein heißes Thema in den Marzahner Schulen ist derzeit die Streichung der AG-Gelder, so auch an unserem Gymnasium:

Viele SchülerInnen bangen um ihre geliebten AGs, ebenso wie die Lehrer empört sind, dass die Schule die Nachmittage über bis auf weiteres leer bleiben könnte.
Nachdem bereits weniger Papier für Kopien zu Verfügung gestellt wurde, überlegt die Schulleitung, wie die Arbeitsgemeinschaften weiterhin finanziell gefördert werden können, um sie weiterzuführen. Zum einen würden die Stützen von den Schülern kommen, d.h. sie müssten evt. Beträge abgeben. Auf der andere Seite wendet man sich an den Förderverein, dem jedoch ähnlich die Hände gebunden sind, da das Geld einfach an allen „Ecken und Enden“ fehlt.

Selbst für die Zeugnisübergabe der Abiturenten hat der Bezirk keinen Cent übrig und da auch das Freizeitforum seine Mieten erhöhen musste, fehlen zusammengefasst rund 1000 � in der Vereinskasse, da der Verein für einen großen Teil der Ausfälle kruzfristig eingesprungen ist! Mittel die für AG- Projektarbeit im kommenden Schuljahr fehlen!

Um es einmal etwas anders zu formulieren � diese ganze Sparerei ist einfach ein Skandal, ja, man könnte auch sagen, eine riesige Schweinerei… nein, halt, Entschuldigung! Das nehme ich zurück – diese Tiere können gar nichts dafür.

Auf jeden Fall sind die Finanzen für dieses Jahr sehr karg und etwaige Projekte, sollten sie bis zum 17. Mai beim Bezirksamt eingereicht sein, würden erst wieder in den Schuljahren 2002/3 unterstützt werden:

Auszug aus einem Fax des Bezirksamtes Hellersdorf-Marzahn

Ich bitte Sie, die vorhandenen Projekte Ihrer Schule unter dem o.g. Aspekt zu prüfen und gegebenenfalls noch einmal bis zum 17. Mai des Jahres einzureichen. Da die Prüfung und Bewilligung von anderen Abteilungen des Bezirksamtes abhängig ist, bitte ich um Verständnis, dass die Verträge nicht mehr für das laufende Schuljahr geschlossen weden können, sondern erst zum Schuljar 2002/03.

Die Anträge müssten abschließend die Aussage enthalten, dass bei Nichtbewilligung der Honorarfinanzierung Ihre Schule den Bildungs- und Erziehungsauftrag nicht erfüllen kann.

Mit anderen Worten muss zum jeweiligen Projekt hinzu gesagt werden, dass der gesetzlich vorgeschriebene Bildungsauftrag der Schule nicht erfüllt würde und es daher unverzichtbar sei, dass der Bezirk doch Mittel zur Verfügung stellt.

Ich würde daher tippen, künstlerisch-/sprachorientierte AGs, sowie im Computerkabinett stattfindene AGs würden aufgrund unseres Schultypus‘ und der nicht-großartig-zu-finanzierenden Computerkabinette (die Stromrechnung als unabwendbare Ausgaben muss der Bezirk finanzieren) bestehen bleiben. Sicherlich würden einige AG-Leiter ehrenhalber weitermachen, doch Verträge mit dem Bezirk gibts nur, wenn dieser auch zahlen kann/will und daher fehlt in solchen Fällen eigentlich die korrekte Versicherung der Beteiligten! Es ist zum Heulen …

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